• Martin Fuka

Mein erstes Auto, endlich Freiheit!


Könnt Ihr Euch noch erinnern? Ich weiß es noch ganz genau, als ob es gestern gewesen wäre. Endlich 18 Jahre, endlich das erste Auto, endlich Freiheit. Jeder, der so wie ich am Land aufgewachsen ist, weiß, wie wichtig Mobilität ist. Ab dem 15. Lebensjahr hat man eigentlich nur ein großes Ziel. 18 Jahre alt zu werden, den Führerschein zu machen und sich sein erstes Auto zu kaufen. Dann endlich konnten wir die Welt erobern. Mein erstes Auto, Gebrauchtwagen, Mazda 323, 70 PS, Benzinmotor, offene Fensterscheibenklima, Selbstdenknavi, muskelkraftverstellbare Seitenscheiben, fingerintervalleinstellbarer Scheibenwischersensor, Kassettenradio und natürlich im Kofferraum die selbst gebaute universelle Bassbox, der Frauenmagnet schlechthin! Zumindest haben wir das damals gedacht. Und für die jüngeren Leser unter Euch: Ja, genau so haben damals 6 Jahre alte Autos ausgesehen. Und wenn man sein erstes Auto hat, braucht man natürlich auch eine Versicherung. Und wie es damals so üblich war, kam der Versicherungsvertreter des Vertrauens meiner Eltern und hat mir da so ein Gesamtpaket gemacht. Beginn Stufe 9, Haftpflichtversicherung + Steuer + Unfallversicherung + KFZ-Rechtsschutzversicherung. Dieses Paket hat mir damals € 910,00 im Jahr gekostet. Und bitte bedenkt, keine Kasko! Die KFZ Steuer war damals wesentlich günstiger als heute, nur KFZ-Rechtsschutz und eine sehr abgemagerte Version einer Unfallversicherung waren im Paket inkludiert. Ich wusste es damals nicht besser und habe darauf vertraut, dass unser langjähriger "Familienberater" für mich das beste und günstigste Paket zusammenstellt.

Damals habe ich nicht besonders viel verdient, und nach zwei Jahren hat es mich schon sehr gestört, dass mir diese Leistungen mehr als einen Monatslohn im Jahr kosten.

Irgendwann habe ich dann begonnen, bei anderen Versicherungen nachzufragen und Angebote einzuholen. Und siehe da, nach einigen Vergleichen habe ich bei wesentlich mehr Versicherungsschutz über € 290,00 im Jahr weniger gezahlt. Das sind in 10 Jahren € 2.900,00. Das war damals echt viel Geld. Wir haben auch unseren bisherigen "Familienbetreuer" damit konfrontiert. Dieser hat sich dann schon aufgrund seiner Reaktion aus dem Spiel genommen. So habe ich zwei Dinge für mich gelernt:


1) Vertrauen ist gut, vergleichen ist besser! 2) Um seine Finanzen und Versicherungen kümmert man sich am besten selbst!

Seit damals kontrolliere ich sämtliche Versicherungen regelmäßig und wechsle diese auch, falls das eine oder andere Angebot mal wesentlich besser ist. Trotzdem möchte ich betonen, wie wichtig es ist, die Leistungen genau zu vergleichen. Nicht immer ist das günstigste Angebot das Beste. Auch eine gute und faire Betreuung darf ruhig ein paar Euro mehr kosten. Trotzdem möchte ich jeden von Euch auffordern, sich seine Versicherungen regelmäßig selber durchzusehen, vielleicht auch mal mit andern Beratern, Agenten oder Maklern zu sprechen. Die Unterschiede sind teilweise wirklich enorm. Ihr werdet es sehen. Bis nächste Woche, Euer Martin F.

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